Sebastian Schrader – Januskopf

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Sebastian Schraders Werke (Malerei, Öl auf Leinwand) haben ihren festen Platz zwischen den Dingen. Dieses in between ist thematisch wie auch in der Malweise sein Markenzeichen. Figuren zwischen Davor und Danach, Malerei zwischen gegenständlich und abstrakt, Positionen zwischen Leben und Kunst. Es sind Übergangszustände ohne dynamische Perspektive, dafür mit der mutwilligen Ambition, in menschliche Stillstände und potenzielle Wandlungszustände hineinzuleuchten, sie bewusst zu vertiefen und distanzlos spürbar zu machen.

Mit der Form- und Bild gewordenen Schwellensituation bekennt sich Schrader zu einem umfassend empfundenen Kulturpessimismus, der sich die großen Themen vornimmt: Was ist das Glück und wie kommt der Sinn ins Leben und welchen Wert hat Freiheit in neoliberalen Verwertungssystemen? Aktiv sind die Protagonisten nur in der Verweigerung und erkennbar nur im Dasein – ohne Richtung und Bezug.

 

Mit freundlicher Unterstützung der Galerie REITER | Leipzig Berlin.

 

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